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Oberbürgermeisterin unterstützt „Baumhaus“

12-seitiges Konzept „Alternatives Zentrum Zwickau“ übergeben

Nachdem der Jugendverein „Roter Baum“ Zwickau bereits Anfang Februar 2009 die Einrichtung eines Alternativen Jugendzentrums als langfristiges Ziel der Vereinsarbeit ankündigte, gab es im August ein erstes Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Dr. Pia Findeiß und Vertretern des „Baumhaus“.

Im Gewerkschaftshaus in der Bahnhofstraße übergaben die jungen Leute ein 12-seitiges Konzept mit dem Titel „Alternatives Zentrum Zwickau“ an ihren Gast. Der Vereinsvorsitzende René Hahn bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei Frau Findeiß für ihre schnelle und unkomplizierte Zusage zu jenem Gespräch. Im weiteren Verlauf des Treffens wurden einzelne Punkte des Konzeptes herausgegriffen und zur Diskussion gestellt. So beklagt der Verein auf der einen Seite einen Mangel an kulturellen Angeboten, welche sich an den Bedürfnissen der Jugend orientieren. Auf der anderen Seite gibt es in der Stadt aber auch keinen festen Anlaufpunkt, der es Jugendlichen ohne großen Aufwand erlaubt selbstständig Konzerte, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen zu organisieren. Zudem soll das neue Zentrum auch zu einem Motor im Kampf gegen die extreme Rechte werden. So stehen einer Vielzahl leerstehender Immobilien motivierte Jugendliche gegenüber, die sich nichts sehnlicher als eines dieser Häuser wünschen. Frau Findeiß bezeichnete die geäußerten Wünsche und Absichten des Vereins als „nachvollziehbar“ und kündigte ihre Unterstützung bei der Umsetzung der Ziele des Vereins an.

Deutlich wurde während des Treffens jedoch auch, dass die Auswahl an Immobilien, welche den Anforderungen des Konzepts gerecht werden, begrenzt ist. So soll beispielsweise auch das Wohnen im Alternativen Zentrum für mindestens zehn Menschen möglich sein. Weiterhin sollte es ausreichend Platz für Konzerte mit mindestens bis zu 200 Besuchern geben und diverse kleinere Projekte Unterschlupf finden. Auch Anwohner sollen sich in Zukunft nicht durch Lärm belästigt fühlen. So haben sich die Vereinsmitglieder natürlich schon ein „Lieblingshaus“ auserkoren. Bei den nun anstehenden Verhandlungen mit dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement hat die Oberbürgermeisterin ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt und dem Verein für die zukünftige Arbeit Mut gemacht.