Der BildKlexRaum ist ein Projekt in Kooperation mit der ASH.
FamilienKunstWerkstatt
Freitag 15-18 Uhr
Buntes Haus
Hellersdorfer Promenade 14
12627 Berlin-Hellersdorf
Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

Vor über 3 Jahren entstand an der Alice Salomon Hochschule Berlin in einem Projektseminar zur kulturellen Sozialarbeit die Idee, in Hellersdorf ein niedrigschwelliges Angebot für Mütter zu entwickeln, die selbst noch im Teenager-Alter sind und bisher nicht die vielfältigen Angebote des Bezirkes annehmen konnten oder wollten. Hellersdorf-Nord ist in ganz Berlin das Quartier mit dem höchsten Anteil an Teenie-Schwangerschaften und Teenie-Müttern, jede sechste 18jährige hat hier mindestens ein Kind, manchmal auch mehr. Oft sind die jungen Frauen mit dieser Situation überfordert, scheuen sich aber, um Hilfe zu bitten, weil sie befürchten, dass das Jugendamt ihnen das Kind wegnehmen könnte.
Wir wollen diese jungen Frauen nun unverfänglich über unseren neu eröffneten BILD●KLEX●RAUM ansprechen und sie zum gemeinsamen Malen und Klexen mit ihrem Kind ermuntern. Seit dem 4. November ist unser Projektraum geöffnet – erst in der Hellersdorfer Promenade 20, nun im Bunten Haus. Studierende der Alice Salomon Hochschule Berlin, die das Projekt als freiwillige ehrenamtliche HelferInnen oder PraktikantInnen unterstützen, sprechen auf der Straße junge Mütter und junge Schwangere an, bitten sie zu uns und regen sie durch eine Kunsttherapeutin zum kreativen Gestalten an.
Der methodische Ansatz ist, dass künstlerische Prozesse zu sogenannten Flow-Erlebnissen führen, die das Interesse und die Freude am kreativen Gestalten immer wieder neu beleben. So haben auch Menschen aus bildungsfernen Schichten eine Chance, notwendige Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Flexibilität, Improvisationsbereitschaft oder Teamfähigkeit zu entwickeln. Überdies ist die künstlerische Betätigung eine Möglichkeit, leichteren Zugang zu den jungen Eltern zu bekommen und sie mit interessanten Angeboten in das Haus und zu einer weiterführenden Zusammenarbeit zu „locken“.
Obwohl eine Förderung 2012 nicht erreicht werden konnte, versuchen wir mit ehrenamtlichem Engagement wöchentlich ein kleines Angebot aufrecht zu erhalten.