Jugendverein „Roter Baum“ e.V
DEMOKRATIEPROJEKT
Weinböhlaer Str. 9
01127 Dresden
Tel. 0351-841 29 72
Ansprechpartnerinnen:
Anja Stephan
Alina Schlosser
Einführung in das Konzept der Subversiven Verunsicherungspädagogik für die Präventionsarbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen
Referent: Prof. Dr. Eckart Osborg, Hamburg
Neben der Wissensvermittlung im Unterricht ist einer der wichtigsten Aspekte im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen die Auseinandersetzung mit ihrem Interesse an nationalsozialistischer Ideologie und deren Versatzstücken.
Jugendliche dürfen auf ihrer Suche nach politischer Identität nicht mit Elementen nationalsozialistischer Ideologie allein gelassen werden.
Rechtsextremistisches Gedankengut muss Gesprächsstoff von schulischer und außerschulischer Arbeit sein, um präventiv auf Jugendliche mit einer Affinität zur Rechten Szene einwirken zu können.
Um Jugendliche aus der Rechten Szene dazu zu bringen, sich von rechtsextrem orientierten Freunden zu distanzieren, müssen die aus der Naziideologie resultierenden Versprechungen in Frage gestellt werden.
Ziel der subversiven Verunsicherungspädagogik sind die Zerbröselung der politischen Rechfertigungsideologien, die Wiederherstellung der Auseinandersetzungsfähigkeit und die Ingangsetzung der stillgelegten pubertären Entwicklungsprozesse.
Das Demokratieprojekt des Jugendverein „Roter Baum“ e.V. will diese Methode
einem breiteren Fachpublikum zugänglich machen und vorstellen.
Zur Diskussion steht dabei vor allem, welche Ressourcen und Voraussetzungen
müssen die Fachkräfte und ihre Projekte mitbringen, um die Methode erfolgreich
umsetzen zu können.
Gemeinsam möchten wir nach Antworten suchen und zur Selbstreflexion anregen.
Zum methodischen Vorgehen der Konfrontationspädagogik gehört ein verändertes Rollenverständnis:
Die von den Jugendlichen favorisierten Ideologeme ernst nehmen und sich mit ihnen auseinandersetzen.
Die Macht der Frage wird als wichtigstes Instrument genutzt. Mit penetrant insistierenden Fragen werden Jugendliche dazu gebracht, ihre widersprüchlichen Ideologien offen zu legen, um sie mit diesen Widersprüchen zu konfrontieren.
Ein Methodentraining im Sinne von sofortiger Kompetenzaneignung wird im Rahmen dieser Veranstaltung nicht möglich sein.
Bei Bedarf werden Methodentrainings für kleinere Gruppen (max 15 Personen)
im Winter 2007/2008 angeboten.
Zur Online-Anmeldung füllen Sie bitte folgendes Formular aus: